Everybody's fucked in his own special way

Sonntag, 22. Januar 2017

Brückentag der urbanen Schönheit

Wie angekündigt ist heute wieder Tag der urbanene Schönheit. Das letzte Mal haben wir von Brücken auf Gleise geguckt, heute schauen wir uns Brücken an. 

Für diesen Post habe ich etwas getan, was ich ansonsten (fast) nie tue: Ich bin irgendwo hingefahren, nur um dort fotografieren zu können. Seit über 15 Jahren fahre ich fast täglich mit der S-Bahn an einer wunderbaren Brücke vorbei, jetzt habe ich sie mir endlich einmal nicht nur im Vorbeifahren angesehen. 

Es handelt sich um die Liesenbrücke, zwischen Humboldthain und Nordbahnhof. Sie wurde vor 125 Jahren gebaut, die Eisenbahnen und S-Bahnen fahren aber schon lange nicht mehr über sie, sondern nur an ihr vorbei. Mit dem ganzen rostenden Stahl wäre sie auch ein gutes Fotomotiv für die Rost-Parade.






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Angelnette hat mir  für den Tag der urbanen Schönheit Brücken aus Niederhöchstadt, Ortsteil von Eschborn geschickt: Eine Collage aus S-Bahn und Bundesstrassen- Brücken,
Westerbachrundbogensteinbrücke an der ehemaligen Mühle (stillgelegt) sowie der Strassenüberführungsbrücke Mühlstrasse.

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Harald hat mir ein Foto der Freybrücke geschickt, das auch wunderbar passt:


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Und Roswitha hat mir zum Tag der urbanen Schönheit diese urbanen Schönheiten geschickt:

Das sind Skulpturen von Christel Lechner (und ich mache keinen Witz, wenn ich sage, dass ich fast jeden Tag an ein paar Skulpturen von Christel Lechner vorbeigehe. Auch die gibt es nämlich in der Invalidenstraße....)



Samstag, 21. Januar 2017

Donnerstag, 19. Januar 2017

Fortschritte

Ich habe ja hier immer gerne über die Baustellen vor dem Verkehrsministerium berichtet. Als die Invalidenstraße schon praktisch baustellenfrei war, grub man vor dem Ministerium noch wegen der Poller an der Zufahrt um. Letztes Jahr gab es ja dann einen mit Stacheldraht gesicherten Bauzaun, hinter dem sich monatelang (vielleicht) dunkle Dinge begaben. 

Der guten Ordnung halber wollte ich eigentlich auch berichten, wenn das Ganze abgeschlossen ist. Den Bauzaun gibt es schon seit ein paar Monaten nicht mehr. Allerdings gibt es noch ein paar unabgeschlossene Dinge, die offenbar in absehbarer Zeit nicht mehr in Ordnung gebracht werden. 
So etwas, zum Beispiel:


Ich muss zugeben, dass mir das gefällt. Genauso wie die eine fehlende Lampe nach dem Umzug, die eine Tapetenbahn, die man oben noch einmal besser festkleben müsste, das eine Stück Wand, die noch einmal gestrichen werden müsste. Dauernde Erinnerung an die eigene Unfähigkeit oder Wurschtigkeit. In den Alltag wird ein bisschen Unfertiges eingestreut, weil die Perfektion den Menschen erdrückte. Perfektion ist Sache der Götter, nicht der Ministerialen. Sollte man im Verkehrsministerium auch dieser Philosphie anhängen? Oder gibt es da einen übelmeinenden Hausmeister, der einfach die Arbeiten sabotiert?
 

Montag, 16. Januar 2017

Brauchtumspflege

Am Wochenende seit über dreißig Jahren mal wieder Schafkopf gespielt. In der Schule habe ich damit irgendwann aufgehört, weil mir die Summen, die man dort verlieren konnte, zu groß wurden, und weil ich einfach zu schlecht gespielt habe. In einem Spiel, in dem das finanzielle Wohlergehen der Mitspieler auch von dem eigenen Geschick abhängt, kann das zu gewissen Spannungen führen. 

Das Spiel hat mir aber eigentlich Spaß gemacht, in Berlin gibt es nur nicht allzuviel Gelegenheiten, wo man sich als Schafkopf-Dilettant austoben könnte. Der Familie habe ich zwar Sechsundsechzig und Lupfen beigebracht, was im Urlaub immer ganz nett ist, zum Schafkopfen konnte ich sie noch nicht überreden (vor allem müssten ja auch alle vier mitmachen). Lupfen kann ich als spannendes Familienspiel sehr empfehlen, auch wenn ich da in meiner Jugend viel Geld verloren habe. 

Über einen Kollegen bin ich jetzt zu einer Schafkopfrunde eingeladen worden. Dabei habe ich gelernt, dass man neben dem "langen" Schafkopf mit acht Karten auch "kurze" Runden mit sechs Karten spielen kann (anders als beim Skat sind die Regeln beim Schafkopf sehr regional geprägt; bei gemischten Runden kann das zu ziemlich Ärger führen).  Was sich über die letzten Jahrzehnte nicht geändert hat: Mir ist manchmal erst beim vorletzten Stich klargeworden, mit wem ich eigentlich zusammen spiele. Was sich deutlich geändert hat: Erstaunlicherweise habe ich über die drei Stunden sogar ein paar Cent dazu gewonnen. Allerdings nicht so viel, dass ich meinen Job aufgeben und Berufsspieler werden könnte. 



"I däd mit dr Boller-Sau spiela."