I want to be stereotyped
I want to be classified
I want a suburban home

Freitag, 1. August 2014

Je vois des visages (Edition Provençale)

(Zugleich ein Beitrag zu Rosen-Ruthies Projekt)

Tja, was findet sich im Urlaub so?



(Am Schönsten wäre noch ein altes Stadttor, das freudig Autos und Menschen verschlingt. Das Foto muss ich aber erst noch schießen). Erledigt.







Donnerstag, 31. Juli 2014

Rust never sleeps

(Zugleich ein Beitrag für Frau Tonaris Rost-Parade)

Diesen Rost kann man an einigen Pankower Straßenlaternen sehen. Der Rost ist eigentlich gar nicht das Problem, sondern, dass der Beton schon weiträumig wegbröselt. Irgendwann fällt dann einem so eine Laterne aufn Kopp und keiner will's gewesen sein.

Wie immer bei meinen Rost-Paraden-Beiträgen auch ein rostiges Lied, das mich aus mehreren Gründen freut: "My my, hey hey (out of the blue)". Erstes Stück auf der "Rust never sleeps"-LP, die ja eigentlich Pate für dieses Projekt sein müsste.* Neil Young singt hier: Es ist besser auszubrennen als zu rosten. In Bezug auf Pankower Straßenlaternen scheint mir das Blödsinn zu sein, aber ich kann mich ja irren. In dem letzten Stück der LP "Hey hey, my my (into the black)" findet sich die bekanntere Formulierung: "It's better to burn out than to fade away", die auch Kurt Cobain in seinem Abschiedsbrief zitierte. Bei der Recherche zu diesem Post fand ich heraus, dass John Lennon sich nach Erscheinen der "Rust never sleeps" sehr kritisch zu dieser Einstellung geäußert hat, somit quasi ein Plädoyer fürs Einrosten gehalten hat. Das hat mich natürlich sehr gefreut, hier  im Hause ist ja Herr Lennon einer der Säulenheiligen (Herr Young natürlich auch).

(Eigentlich habe ich ja Sommerpause, aber ich bin ja offenbar eher der Zwangscharakter).

*Noch lieber mag ich die - thematisch passende - "Live Rust"-LP, die man auch getrost als Neil Young Best Of hören kann.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Zwei Jahre

Ja, so schnell vergeht die Zeit. 

Zwei Jahre "Ackerbau in Pankow", zwei Jahre fast täglich ein Post, Stück für Stück aufeinandergetürmt. Ich würde ja gerne sagen, dass das alles geplante Entwicklung gewesen sei, aber auch ich bin mir manchmal nicht sicher, woher diese ganzen Dinge kommen und warum ich manches aufschreibe. Vielleicht steht dahinter die Hoffnung, dass ich mir das Ganze mal in ein paar Jahrzehnten ansehen kann, und sich dann aus dem Geschreibe mein Leben erklärt. Wenn das mein Plan sein sollte, habe ich die Befürchtung, dass er nicht so richtig funktionieren wird

Allerdings muss ich zugeben, dass meine ursprüngliche Vorstellung, so einen Blog zu machen, ohne etwas preis zu geben, auch reichlich naiv war. Man kann nicht zwei Jahre täglich schreiben, und sei es noch so belanglos, ohne dass ein Stück vom Autor erkennbar würde. Deswegen bin ich ja auch als Leser ein großer Freund der täglichen und ausdauernden Blogger.

Was ist hier so passiert im letzten Jahr? Designmäßig ein Riesenschritt nach vorn, es gibt jetzt einen Header. Die stärkere Vernetzung ist auch auf der Seite zu sehen, die letzten Kommentare werden aufgeführt (manchmal habe ich den Verdacht, dass einige nur kommen, um Kommentare zu lesen, kann ich aber gut verstehen), es gibt eine Blogroll, in die ich gerne aufnehme, was ich neu lese und was mir gefällt. Inzwischen gibt es auch eine rege Schar regelmäßiger Besucher, die ein bisschen wie Stammgäste in einer Kneipe sind.* Der Wirt freut sich und versucht, immer schon das gewünschte Getränk zu erraten.

In den Kommentaren habe ich einiges Nettes lesen können.**  Ackerbau in Pankow sei wie ein ganzjähriger Adventskalender - das fand ich sehr schmeichelhaft. Die Lektüre des Blogs führe dazu, die Umwelt mit etwas anderen Augen zu sehen  - wenn es eine hidden agenda hier gibt, dann ist es sicherlich diese. Und: Eigentlich kämen die Leser im Wesentlichen nur wegen meiner Söhne hier her. Aber auch damit kann ich gut leben. 

Ich danke allen treuen und flüchtigen Lesern und verabschiede mich jetzt erstmal in die Sommerpause. Das Gemüse wächst jetzt eine Zeitlang nur im Garten und nicht virtuell.

*Und, Mann, habe ich nette Leser. Das ist ja im Interwebz alles andere als selbstverständlich.
**Letzthin auch auf den "Ernsthaft"-Post. Ich bin ja beruhigt, dass die Fishing for compliments-Posts noch funktionieren...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Der Weg zur Taverne

(Eigentlich ist das hier ja nicht so ein Blog. Und die Fotos lassen wie immer zu wünschen übrig. Aber diesen 2 km-Fußweg vom Zimmer zur Taverne, den ich schon so oft gegangen bin, liebe ich wirklich, und möchte deswegen die Fotos mit euch teilen.)






(Wer Spaß an so etwas hat, kann sich hier noch ein verwackeltes Handyvideo des Aufstiegs durch den Olivenhain ansehen....)

Dienstag, 22. Juli 2014

ACHTUNG! Im Wedding entführen Aliens Kinder

...und die Anwohner haben deswegen schon Warnschilder aufgestellt.



(Die Mainstreammedien unterschlagen das natürlich wieder. Gut, dass Ihr mich noch habt)

Montag, 21. Juli 2014

Ernsthaft

Manchmal hadere ich mit dem Blogtitel. Als er mir einfiel, hatte er den Charme, hinreichend deutlich zu machen, dass es sich um keinen herkömmlichen Berlin-Blog handeln und dass die Gärtnerei eine gewisse Rolle spielen sollte. Der Titel sollte zudem eine Aura vorstädtischer Wichtigtuerei vermitteln (das passt und klappt aus meiner Sicht ganz gut).

Allerdings führt das "Pankow" im Titel dazu, dass hier einige landen, die Bezirksnews oder Original-Berlinerisches suchen. Und nicht alle Berliner haben ein entspanntes Verhältnis dazu, dass Zugereiste die Stadt erklären, weil die Welt auch schöner war, als noch nicht diese ganzen merkwürdigen Leute durch Friedrichshain stapften (nicht, dass die Stadt zu erklären, jemals meine Absicht gewesen wäre. Die Stadt, die in diesem Blog beschrieben wird, existiert so ohnehin nur in meinem Schädel.).

"Ackerbau" ist nicht weniger problematisch, weil man meinen könnte, man erführe hier gärtnerisch Wertvolles (womöglich aus professioneller Perspektive). Ich fürchte, nein. Jeder, der einen Spaten halten kann, weiß mindestens so viel übers Gärtnern wie ich.

Wäre alles Grund genug, den Kram hier umzubenennen. Im Moment habe ich dazu aber noch keine Eingebung. Bis dahin, hier allerdings Hinweise darauf, wo man wirklich nützliches gärtnerisches Wissen findet:

Wir sind im Garten - hier sehe ich gerne nach, wenn ich gärtnerischen Rat brauche. Sehr kenntnisreich und schön zu lesen.

Dogs & Gardens - die Posts zu den Gartenthemen sind immer gut recherchiert und wirklich nützlich.

Chaosgarten - auch empfehlenswert und kenntnisreich.

(Und natürlich gibt's noch viele andere Seiten, die ich hier vergessen habe.)

Zu all things chili ist die Empfehlung natürlich: Chilihead Icewolf.

(Auf der Meta-Ebene: auch einzelne Gärten haben Seiten....)


Sonntag, 20. Juli 2014

Und nun?

Das Undenkbare ist geschehen: Zum ersten Mal seit Jahren ist keine Baustelle mehr vor dem Verkehrsministerium (die verbleibenden Absperrungen sind wohl nostalgisch, dienen keinem Zweck mehr).* Die Leitungen und Gleise sind verlegt, die Straßen asphaltiert, neue Haltestellen fertiggestellt (bei einer wurde unvermittelt noch einmal die Straße aufgerissen, auf Nachfrage wurde erklärt, man habe vergessen, den Strom mit zu verlegen).

Die Invalidenstraße westlich der Chausseestraße ist fertig, nur noch auf der Strecke zum Nordbahnhof wird gegraben (gut, die Chaussestraße selbst wird auch wieder aufgestemmt, da gibt's auch noch was zu sehen). Meine täglichen Wege werden so langsam stinklangweilig. Weniger zum Gucken, keine überraschenden Hindernisse, keine interessanten Baufahrzeuge. Eigentlich kaum erträglich. Wahrscheinlich ist es höchste Zeit, sich einen neuen Job zu suchen, der dann auch bitte an einer dauerhaften Baustelle gelegen sein sollte. 

Vielleicht ist ja am neuen Flughafen noch was frei? Muss mich gleich mal kundig machen. 


*Das ist, wie so manches hier, gelogen. In Wirklichkeit befindet sich hinter der Absperrung, seit über einer Woche, das: