Everybody's fucked in his own special way

Montag, 8. Februar 2016

Gemüseschnitt

Frau Ackerbau hat ein neues Küchengerät gekauft, mit dem man Gemüse in schöne Formen schneiden kann, zum Beispiel kann man damit aus Zucchini so eine Art Spaghetti fabrizieren. Frau Ackerbau kauft gerne Küchengeräte, ich denke wir können bald eine Art Pankower Küchengerät-Museum aufmachen, in dem man dann auch den absolut gräßlichen Hot-Dog-Maker, dessen Aussehen so obszön ist, dass ich hier kein Foto einstellen will, austellen könnte. 

Äh, wo war ich stehen geblieben? Das neue Küchengerät ist aber wirklich sehr nützlich, weil man damit schöne Gemüsegerichte machen kann. Was vom bearbeiteten Gemüse übrig bleibt, sieht dann allerdings so aus:


Das ist merkwürdig. Ein Zucchini-Elefant, natürlich (andere Deutungen in den Kommentaren mag ich erst gar nicht lesen). Und das ist, wie Frau Ackerbau festgestellt hat, der Karotten-Pinocchio:


(Letzthin stand ich ja in den Kommentaren unter Verdacht, irgendwie professionell zu fotografieren, was ich natürlich zurückweisen muss. Gute Fotografie ist hier meine wenigste Sorge. Allerdings gibt es doch ab und zu ein paar Kniffe und Hilfsmittel, mit denen ich diese wunderbaren Lichtbildwerke erstelle. Der Zucchini-Elefant konnte z.B. nur mit dieser Unterstützung fotografiert werden:


Sonntag, 7. Februar 2016

Bedenkliches

Wieder einmal meinen kleinen Reisekoffer gepackt, den ich nur recht selten brauche. In die vordere Reißverschlusstasche die verschiedenen Ladegeräte gesteckt, als ich feststelle, dass dort noch etwas wohl von der letzten Reise versteckt ist. Einigermaßen verdutzt ziehe ich einen kleinen Plastikbeutel mit einem feinen weißen Pulver heraus. Weder kann ich mir erklären, was das ist, noch habe ich eine Ahnung, wie das in meinen Koffer kommt. Fieberhaftes Nachdenken, aber alle, die Zugang zu dem Koffer haben, sind über jeden Verdacht erhaben. Ich nehme den Beutel noch einmal in die Finger und versuche mich zu erinnern. Aber ich habe außerhalb der Küche eigentlich nie mit weißem Pulver zu tun. Da fällt mir endlich wieder ein, woher der Beutel kommt: Als ich das letzte Mal zuhause war, hat mir mein Vater Speisenatron mitgegeben, damit ich auch mal Laugengebäck selber machen kann. 

Trotzdem war ich froh, dass ich das nicht bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen auspacken musste

Samstag, 6. Februar 2016

Auf'm Weg nach Minga (2)

Wieder einmal München, diesmal aber nicht dienstlich. Warum sollte man die Jungen nicht auch einmal durch das Deutsche Museum schleppen, so wie meine Eltern es mit mir und meinem Bruder früher gemacht haben? Also geht es mit dem Regionalzug aus dem Allgäu in die große Stadt.

München ist so freundlich und empfängt uns Hauptstädter mit Berliner Flair - der S-Bahnverkehr ist unregelmäßig wegen einer Oberleitungsstörung (schöner wäre ja gewesen "wegen eines Polizeieinsatzes am Bahnhof Bornholmer Straße", aber man kann nicht alles haben). 

Außerdem hat jemand (für mich?) eine Kartoffel zwischen die Schienen geworfen. 

Als endlich die S-Bahn kommt, drängen sich alle Leute vom Bahnsteig hinein. Es wird gerade gemütlich im Wagen, als die Ansagerin etwas panisch wird: "Bitte nicht alle einsteigen, es ist nicht genügend Platz in diesem Zug. Warten Sie auf den nächsten Zug, in diesem Zug ist nicht genügend Platz." Die Söhne verstehen das nicht so recht, weil es eigentlich noch ganz behaglich im Waggon ist und man sich auch noch bewegen kann. Aber die Münchner haben vielleicht ein größeres Platzbedürfnis. 

Auch die Gehwege in München sind durchaus Berliner Niveau, da fühlt man sich doch gleich wohl:

Vor dem S-Bahnhof sehe ich allerdings etwas, was ich von Berlin noch nicht kenne: Irgendjemand ärgert sich offenbar über Fahrräder, die abgestellt werden, wo sie nicht abgestellt werden sollen. Und deswegen klebt er an die Fahrräder DinA4-Blätter, mit denen er dezent darauf hinweist, dass man hier eigentlich keine Fahrräder abstellen soll. Sehr charmant! In Berlin schraubt man in so einem Fall halt das Vorderrad und den Sattel ab.


Das Deutsche Museum macht dann den Eindruck, als hätte sich in den 35 Jahren seit ich das letzte Mal drin war, nicht mehr allzuviel getan, aber die Familie hat grundsätzlich Spaß. Was will man mehr?

Freitag, 5. Februar 2016

Nachdem das Eis geschmolzen war....

Auf der Spree finden sich merkwürdige Dinge:

Ein Mitnehm-Kaffee, eine Bierdose (Faxe?) und so Zitronensaft in einer gelben Plastikverpackung, die wie eine Zitrone aussieht.

Was das wohl für eine Party war?

Mittwoch, 3. Februar 2016

Was übrig blieb



Er sah schon länger schlecht aus, das Wetter schien ihm nicht zu bekommen. Eines Morgens fanden wir nur noch das hier. Seine Zeit war vorbei.

Dienstag, 2. Februar 2016

Rosenkohl!

Kundige Leute nennen den Rosenkohl die Königin der Kreuzblütler, der Autor Robert Rankin hat den Orden des goldenen Rosenkohl gegründet und einen Roman namens "Röschen des Zorns" veröffentlicht. Trotzdem scheint mir der Rosenkohl insgesamt noch nicht genügend gewürdigt, insbesondere da er frisch geerntet wirklich fantastisch schmecken kann. 

(Wahrlich majestätisch!)

Wir hatten dieses Jahr offenbar wieder Glück, die Sorte ist zwar nicht ganz so ertragreich, die Röschen bleiben etwas kleiner, aber geschmacklich ein Traum. Hier genügt es, den Kohl in Salzwasser etwas zu kochen und dann nur mit Salz und Butter zu servieren. Dabei habe ich auch gelernt, dass es oben auf der Stange tatsächlich noch einmal ein großes Röschen gibt, das man aber auch genauso zubereiten und essen kann. 

Eine Stange brachte etwa 350 g; gut, dass wir noch ein paar im Beet haben.