I want to be stereotyped
I want to be classified
I want a suburban home

Freitag, 19. September 2014

Die neue Freiluftkneipe am Nordbahnhof

Jedes Jahr ein neuer Versuch

Ich weiß nicht, ob das erfolgreich wird. Zwar ist die Straßenbahnanbindung gut, aber das Angebot scheint mir etwas eingeschränkt und vor allem nicht vegan. 

(So schafft man's nicht ins Let's Go Europe)

(Wenige Tage, nachdem ich das geschrieben habe, war ich gezwungen, mir zwei Stunden lang im Zug nach Dresden anzuhören, was ein Pärchen aus Chicago und ein Pärchen aus Los Angeles sich über ihren Berlinaufenthalt zu erzählen hatte. Pubcrawls machten einen großen Teil der Erzählungen aus, allerdings wohl eher nicht am Nordbahnhof. Ich hatte ernsthaft Angst, dass mein Kopf vom Zuhören explodieren könnte.)

Montag, 15. September 2014

Senf

Es gibt ein paar Dinge, bei denen es sich auf jeden Fall lohnt, sie selbst zu machen. Senf gehört dazu (Brot natürlich auch). Vor ein paar Jahrzehnten hat mein Vater angefangen, eigenen Senf herzustellen und schnell hatte keiner in der Familie mehr Lust auf gekauften. Bei jedem Besuch nahmen wir uns ausreichend Gläser mit, um unseren Vorrat zu sichern. Vor ein paar Jahren drückte mir mein Vater dann ein Blatt mit dem Rezept in die Hand und sagte, ich könne das auch selbst machen. Pädagogisch bin ich ja da ganz auf seiner Seite, auch ich wende dies in der Erziehung gerne an, damit meine Kinder auch lernen, Sachen selbst zu machen. Bei Kindern über Vierzig hätte man aber schon über Vertrauensschutz nachdenken können. Menno. 

Zum Glück ist Senfmachen nicht sonderlich kompliziert, es ist sogar wursteinfach und braucht auch nicht viel Zeit. Man muss sich nur eine Steingutschüssel besorgen, in der man den Kram anrühren kann und man braucht Senfmehl. Das kriegt man entweder billig in der Apotheke oder im Internet, die Gewürzhandlungen, in denen ich war, wollen einem 50g-Päckchen zu Mondpreisen verkaufen; 1 kg Senfmehl sollte man für deutlich weniger als EUR 10 bekommen. 

Man mischt helles und dunkles Senfmehl trocken mit der gleichen Menge Zucker (also z.B. 250 g helles Senfmehl, 250 g dunkles Senfmehl und 500g Zucker). Derweil lässt man eine Mischung aus 1,25 l Wasser, 200 ml Essigessenz (25 %) sowie Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Nelken, Lorbeerblättern und einer Zwiebel aufkochen und dann 10 Minuten ziehen. Wenn die Flüssigkeit auf ca. 50 Grad abgekühlt ist, abseihen und langsam mit dem Senfmehl/Zucker vermischen (wahrscheinlich bleibt noch Flüssigkeit übrig. Erstmal aufheben, der Senf zieht noch an, eventuell muss man später noch einmal nachgießen).  Nach drei Tagen kann man den Senf verwenden (also in Gläschen abfüllen), da ist er aber noch höllisch scharf, mit der Zeit wird er dann milder. Auch wer die eher süße Variante nicht so gerne mag, sollte mit der genannten Mischung anfangen, das schmeckt deutlich besser, als alles, was man gekauft so kennt (danach kann man ja nach Belieben variieren...).



Sonntag, 14. September 2014

Konfession und Straßenbau (2)

Vielleicht dauert es in der Invalidenstraße auch nur so lange, weil man die Arbeiter mit den falschen Qualifikationen herausgesucht hat?


(Ich habe nicht eigens nachgeguckt, aber ich glaube nicht, dass es einen Heiligen mit Straßenbauwunder gibt)

(Der erste Post mit diesem Titel ist einer meiner liebsten, weil er nur in einer - ausnahmsweise nahezu originalgetreuen - Wiedergabe eines mitgehörten Dialogs bestand. Hat damals kaum jemand gelesen; aber auch jenseits der Aktivitäten diverser Robots ist es mir ja ohnehin ein großes Rätsel, warum bestimmte Posts häufig gelesen werden oder eben auch nicht.)

Samstag, 13. September 2014

Nachmittagsernte



(Ursprünglich vorgesehener Beitrag: "Hey, ich räum' mal die Dornenranken und Brennesseln ab und, nö, da muss ich mir doch nicht extra Handschuhe dafür holen" entfällt ersatzlos und ohne nähere Begründung).